8000? – Ein Tropfen auf dem heißen Stein!

Am 5.1.2018 habe ich zu der Problematik
„Pflegenotstand – Der Skandal in der Altenpflege“ auch den Geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe angeschrieben mit dem Hinweis, dass sich in den Sondierungs-
verhandlungen nun die großartige Möglichkeit bieten würde,
das Kernproblem der Altenpflege und damit den Pflegenotstand
sofort zu lösen und zwar unbürokratisch, schnell und effektiv.

Die Antwort des Bundesministeriums fiel, wie zu erwarten, enttäuschend aus.
(s. „Aktuelles“ 29. Januar 2018 auf dieser Website)

Die Politik scheint die Dramatik immer noch nicht verstanden zu haben.

Das Vorhaben in den Koalitionsverhandlungen zwischen Union
und SPD, 8000 neue Stellen zu schaffen, klingt gut, ist aber nur
ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Bei 11.390 Pflegeheimen (pflegedatenbank.com) bedeutet dies
0,7 Stellen je Heim. Erforderlich wären jedoch bei einer Durchschnittsgröße von 80 Plätzen mindestens 4 Mitarbeitende je Heim, also circa 45.000 zusätzliche Stellen.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband schätzt den Bedarf sogar auf rund
100.000 Pflegekräfte.

Wenn auch in der Pflege weiterhin mit der Politik der „ruhigen Hand“ agiert wird, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir eines Tages zu Pflegende exportieren müssen, weil es in Deutschland keine Pflegenden mehr gibt.