Die Kommerzialisierung wird es nicht richten

Alexander Künzel, bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden als Vorstandsvorsitzender der Bremer Heimstiftung, hat sich in einem Kommentar für das KDA  kritisch zur „kommerziellen Pflege“ mit ihren „Rendite-Strategien“ trotz der dramatischen Folgen von Unterversorgung und Leistungsrationierung in Folge mangelnden Fachkräftemangels geäußert.

Pointiert schreibt er:

„Nur die kommerzielle Pflege flötet unverdrossen ihr süßes Rendite-Lied.“

Und weiter:

“ Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge ( ob Kinderbetreuung, ob Schulbildung, ob Gesundheit, ob Pflege) taugen schlichtweg nicht als Objekte eines renditegetriebenen Marktgeschehens. Es ist nicht nur die Frage einer sozial-ethischen Haltung… nein, es ist vielmehr auch die Frage einer verantwortlichen Zukunftssicherung unseres Gemeinwesens im demographischen Wandel.“

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Mit Alexander Künzel habe ich in meiner Zeit als Geschäftsführer der CBT über drei Jahrzehnte eng, konstruktiv und vertrauensvoll zusammenarbeiten dürfen.

Alexander Künzel kann zurecht als Vordenker und Kämpfer für den Quartiersbezug von Heimen bezeichnet werden. Er hat die Bremer Heimstiftung zu einem vorbildlichen Sozialunternehmen aufgebaut, geprägt und weiterentwickelt.

Uns beide verband immer die Grundüberzeugung, dass die „behäbige Altenpflegelandschaft“ aufzumischen sei und dass auch im Alter und bei schwersten Einschränkungen die individuelle Würde eines Menschen unantastbar ist und diese Würde jeden Tag aufs Neue dem System Heim und den Mitarbeitenden abverlangt werden muss.