12 WEGE ZU GUTER PFLEGE

Wie werden Ihre Angehörigen am besten versorgt, wenn sie nicht mehr alleine leben können? Dieser aktuelle ehrliche Ratgeber zum Thema Pflege im Alter hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.

Der Autor Raimund Schmid hat sich 12 verschiedene Pflegemodelle in der Praxis angeschaut. Er schildert seine Besuche und Beobachtungen, hat mit Pflegeexperten, alten Menschen, ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal gesprochen. Ob Seniorenheim, Pflege zu Hause durch Angehörige, Betreuung durch ambulante Dienste, Tagespflege, Demenz-WG oder stationäre Pflege: Jede Form hat Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt.

Dieses Buch das im Beltz Verlag erschienen ist, hilft Ihnen und Ihren Angehörigen zu entscheiden, welches die beste Betreuung für sie ist. Ein aktueller praktischer Informationsteil gibt dabei Tipps, die erforderlichen Schritte konkret umzusetzen.

Es ist zu hoffen, dass über den Ratgeber hinaus auch die politischen Implikationen, die in diesem Buch stecken, öffentlich wahrgenommen werden.

Raimund Schmid hat mit mir mehrere Expertengespräche geführt und ich habe ihm Material zur Verfügung gestellt.

Es freut mich natürlich besonders, dass zwei Modellprojekte guter Pflege, die ich als Geschäftsführer der CBT  entwickelt habe, nämlich  die Hausgemeinschaften Katharinenstift in Remscheid Lennep sowie das Quartierzentrum Upladin in Leverkusen-Opladen in seinem Ratgeber aufgenommen wurden.

01. Führung trifft auf Mensch

 

Immer wieder wird auch in der Sozialwirtschaft die Frage gestellt: „Wie sieht gute Führung aus und was ist gutes Management?“

Vereinfacht könnte man sagen: Führende tun die richtigen Dinge, Manager machen die Dinge richtig.

Gute Führung ist für das Überleben eines Unternehmens von entscheidender Bedeutung.

Daher will ich unter dieser neuen Rubrik Führung und Management immer wieder Stellung zu dieser Thematik nehmen und meine Erfahrungen als langjähriger Geschäftsführer der CBT, eines großen und bedeutenden Sozialunternehmens, an dieser Stelle weitergeben.

Beginnen möchte ich mit einem Interview, das Silke Krische, Geschäftsführerin des Instituts achtsamManagement vor einiger Zeit mit mir geführt hat:

Herr Stoffer, „Der Mensch steht im Mittelpunkt“ – diese und ähnliche Schlagworte prägen Literatur und Medien rund um das spannende Thema Führung. Unternehmensleitbilder stellen die Menschen, Mitarbeiter und Kunden, in den Mittelpunkt ihres Handelns. Welche Erfahrungen haben Sie in den über 30 Jahren Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführer der CBT und als selbständiger Berater in der Sozialwirtschaft gemacht?

Ich habe erfahren, dass die Realität vielfach anders aussieht. Beim Streben nach möglichst hohen Renditen und wirtschaftlichen Erfolgen wird der Mensch zum Mittel. Punkt! Es zählt nur noch, wer und was sich rechnet, und man macht dabei auch vor Einrichtungen des sozialen Lebens nicht halt. 

Auch im Altenhilfe- und Gesundheitssektor werden gefährliche Kosten-Nutzen-Rechnungen aufgestellt und Rationalisierungen von pflegerischen Leistungen hingenommen, um Personal einzusparen. Das ist unchristlich und unmoralisch.

Die Menschen erleben sich als Rädchen im Getriebe und oft wenig wertgeschätzt.  Die Gallup-Studie bestätigt Jahr um Jahr, dass die emotionale Bindung der Mitarbeiter zu ihrem Unternehmen keine Fortschritte macht. Nach der aktuellen Studie aus dem Jahr 2017 fühlen sich noch immer nur 15 Prozent der Beschäftigten ihrem Unternehmen und Job gegenüber verpflichtet.

Herr Stoffer, Sie sprechen die Ergebnisse der Gallup-Studie von 2017 an. In dieser Studie wird schlechten Vorgesetzten die Schuld an dieser Misere gegeben. Wie ist Ihre Wahrnehmung bezüglich dieser Entwicklung der Mitarbeiterbindung?

Den meisten Managern gelingt es offenbar nicht, die Balance zwischen Werte-Zuwachs des Unternehmens und dem Wohl der Mitarbeiter zu finden. Auch Sozialunternehmen werden mehr und mehr zu Sklaven der Ökonomie, statt den Menschen zu dienen. Es gibt auch in diesem Sektor viele Manager, die von der sozialen Arbeit wenig verstehen, Mitarbeiter nicht in Entscheidungsprozesse einbeziehen und frei werdende Stellen nicht nach besetzen, um Überschüsse zu erzielen und diese dann zweckentfremdend einzusetzen. Durch reine Kostensenkungsprogramme werden Unternehmen nicht schlanker, sondern nur noch magerer.    

Herr Stoffer, mit Ihren Erfolgen und Auszeichnungen bei der CBT bestätigen Sie, dass Führen auch anders geht – wertschätzend, fair, verantwortungsvoll, teamorientiert und mit einer hohen Bindung und Motivation. Was war Ihnen als Geschäftsführer der CBT besonders wichtig?

Das ist richtig. Bei einer anonymen Befragung von 500 zufällig ausgewählten Mitarbeitenden bestätigten 91 Prozent, dass ihre Arbeit von besonderer Bedeutung für sie ist – nicht nur ein Job. 

86 Prozent der Mitarbeiter glaubten, dass sie einen bedeutsamen Beitrag leisten, und 83 Prozent bescheinigten der Führung, dass sie klare Vorstellungen von den Zielen des Unternehmens hat und wie diese erreicht werden können. Alles in allem bestätigten 82 Prozent der Mitarbeiter, dass die CBT ein sehr guter Arbeitsplatz ist. 

Diese Ergebnisse waren für mich ein großartiger Beweis dafür, dass wir mit unserer Führungskultur und Werte-Orientierung richtig liegen. 

Auch für die ganze Pflegebranche ist dies ein mutmachendes Zeichen, trotz erschwerter Rahmenbedingungen für optimale Voraussetzungen in den Unternehmen zu sorgen und Mitarbeitende zu begeistern. Das Erfolgsgeheimnis ist trivial: Kümmere Dich um Deine „Kunden“ und Mitarbeiter. Der Rest kommt dann von alleine.

„Kunden“ sind die wichtigsten Personen im Unternehmen – sie machen die Arbeit nicht schwierig, sie machen sie möglich. „Kunden“ sind nicht abhängig von den Dienstleistern, die Dienstleister sind abhängig von ihnen. Ihre Zufriedenheit ist das wichtigste Unternehmensziel, denn sie sichert die Existenz des Unternehmens. Kundenorientiert in diesem Sinn ist ein Unternehmen, wenn alle wichtigen Entscheidungen von dem Wunsch beseelt sind, den Menschen besser zu dienen. Ihre Zufriedenheit, das Ausmaß der Erfüllung ihrer Ansprüche und Erwartungen, definiert die Qualität – und nicht eine Prüfplakette an der Wand. 

Das einzige, was den Managern also wirklich dient und sie weiterbringt, ist der Blick auf den „Kunden“, der enge Kontakt mit ihm – wenn man herausfindet, womit man ihn begeistern kann, was für ihn wertvoll, also gut, richtig, angemessen, gültig oder schön ist.

Herr Stoffer, das, was Sie beschreiben, hat nun allerdings wenig mit den bekannten Managementprinzipien zu tun, die vielfach gelehrt werden. Das, was Sie beschreiben geht weit über Planung, Organisation, Personal und Controlling hinaus. Wie kann dieser Kundenfokus verwirklicht werden?

Dies geht nur von Mensch zu Mensch. Dabei sind die Mitarbeiter die Garanten für Qualität und Weiterentwicklung: Nur der einzelne Mensch ist Quelle und Garant für Kreativität und Innovation. Erfolgreiche Unternehmen der Zukunft bauen sozusagen die Organisation um die Menschen herum. Die daraus entstehenden flexiblen Strukturen werden nicht mehr über Kontrolle und Systeme zusammengehalten, sondern durch Vertrauen und eine neue Führungskultur.

Die Qualität der Arbeit und damit die Zukunft von Unternehmen steht und fällt mit der Qualifizierung und Befähigung der Mitarbeitenden sowie ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Unternehmen sind nur so gut wie die Menschen, die für sie arbeiten.

Herr Stoffer, und was bedeutet dies für Unternehmen? Wie müssen diese beschaffen sein, um gute Mitarbeiter anzuziehen und zu halten?

Die Antwort auf diese Frage ist einfach. Gute Leute brauchen eine Arbeitsumgebung, die ihnen entspricht. Und sie brauchen gute Führungskräfte, die diese Arbeitsumgebung schaffen. Führungstechniken alleine reichen nicht aus. Die Führung der Veränderung erfordert eine Veränderung der Führung.  

Nach den Jahren der Beschäftigung mit Strukturen und Prozessen braucht es jetzt radikalere Ideen und Menschen, die daraus etwas machen, damit auch die eigentliche Aufgabe eines Unternehmens wieder in den Mittelpunkt rückt: für Menschen, für „Kunden“ und für die Gesellschaft Werte zu schaffen und Nutzen zu stiften.

Neue Führung setzt auf Persönlichkeiten. Sie setzt auf Menschlichkeit, Nächstenliebe, Vertrauen, Freiräume, Mut, Humor, Kreativität und Kommunikation. Der Humus dafür ist eine werte-orientierte Unternehmenskultur mit offener Kommunikation, mit umfassender Information, mit klaren Zielen und Verantwortungsbereichen, mit Vertrauen und Beteiligung am Erfolg. Doch dafür muss in den Köpfen und Herzen der Führenden mächtig aufgeräumt werden. Es ist überlebenswichtig, dass Führende nach innen schauen, auf das, was sie selbst beeinflussen können. Mutig und tatkräftig müssen sie den Gestaltungsspielraum abstecken, Ressourcen finden, Ideen einsetzen und den Wandel gestalten. Begeisterte Mitarbeiter sind die Energiequelle für das Unternehmen. Indem sie konsequent gefordert und gefördert werden, übernehmen sie Verantwortung für sich, ihre Motivation und ihre Leistung.

Fähige Mitarbeiter brauchen daher fähige Führende. Gute Führungskräfte haben begriffen, dass jeder Mensch eine eigene Motivationsstruktur besitzt, seine eigene Denkweise, seinen eigenen Umgangsstil. Sie wissen auch, dass sich Menschen nur bedingt ändern lassen und wollen. Doch darüber klagen sie nicht, im Gegenteil, ihr Bestreben ist es, die Unterschiede zu nutzen, den Mitarbeitern zu helfen, ihre Stärken noch besser einzusetzen und ihre Begabungen noch mehr nutzen zu können, so dass sie mit ihren Stärken Erfolge haben.

Und diese Erfolge werden auch von außen wahrgenommen. So wie man innen miteinander umgeht, wird man auch von außen, von Kunden und zukünftigen Mitarbeitern, wahrgenommen.

Lieber Herr Stoffer, ich danke Ihnen ganz herzlich für das Gespräch. Ihre Gedanken bekräftigen die Notwendigkeit für eine neue Qualität der Führung.

Seit seinem Abschied von der CBT ist Herr Stoffer weiterhin als selbständiger Berater und Vortragender aktiv. Darüber hinaus engagiert er sich in zwei Aufsichtsräten, dem KDA – Kuratorium Deutsche Altershilfe sowie bei der Unternehmensgruppe CMD – Care Management Deutschland.

Quelle: 

achtsamManagement / Silke Krischke „Führung trifft auf Mensch – Lassen Sie sich inspirieren und inspirieren Sie“ September 2017

40 Jahre CBT – Ein Rückblick

Am 2. Januar 1979, also vor 40 Jahren, trat ich meinen Dienst als Geschäftsführer der neu gegründeten CBT – Caritas Betriebsführung- und Trägergesellschaft mbH – in Köln an. Dieses Jubiläum ist Anlass, noch einmal zurück zu blicken.

Mit der damaligen weitreichenden Entscheidung der Gründung einer solchen Trägergesellschaft verfolgten die Gesellschafter – der Diözesan- Caritasverband sowie das Erzbistum Köln – die Idee, katholische Einrichtungen zu übernehmen, aufzufangen oder neue zu bauen, wenn örtliche Träger hierzu nicht in der Lage waren. Zusätzlich sollten die Seelsorger von Management-Aufgaben befreit werden. Gleichzeitig sollte die CBT als modernes Sozial- Unternehmen Dienstleistungen für Menschen christlich und sozial, wirtschaftlich und professionell erbringen.

Auf diese Weise konnten zahlreiche Einrichtungen und Dienste der Caritas weiter geführt werden, wobei die CBT konsequent auf das Prinzip Subsidiarität gesetzt hat, nur dann ein Haus zu übernehmen, wenn es vor Ort keine andere Lösung gab. Immer wieder hat die CBT auch Hilfestellung gegeben, damit örtliche Träger ihre Häuser selbst weiterführen konnten.

In der Zeit meiner 32-jährigen Geschäftsführertätigkeit entstanden so an 23 Standorten 39 Sozialimmobilien für ca. 5000 Menschen. Über 2000 hauptberuflich tätig Mitarbeitende fanden hier ihren Arbeitsplatz. Mehr als 1000 ehrenamtlich Mitarbeitende konnten gewonnen werden.

Die Auszeichnung im bundesweiten Wettbewerb Deutschlands beste Arbeitgeber im Jahr 2005 und die Bestätigung dieses Erfolges im branchenspezifischen Folgewettbewerb Deutschlands beste Arbeitgeber im Gesundheitswesen 2007 war für mich Ermutigung, aber auch Verpflichtung, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, den „Kunden“ Wohn- und Lebensqualität sowie den Mitarbeitenden Arbeitszufriedenheit zu bieten. 

Ich habe weder den Gesetzen des Sozialmarktes noch den Bestrebungen nach Vereinheitlichung und Normierung vertraut, sondern immer darauf geachtet, dass die Liebe zu den Menschen, die Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit und der Wunsch nach einem Sinn erfüllten Leben im Mittelpunkt standen. Die Häuser der CBT sollten immer auch als Orte von Gemeinschaften verstanden werden, wo Menschen sich gegenseitig achten und die Seele leben konnte.

Mit großer Dankbarkeit blicke ich also heute zurück, dass ich ein neues und innovatives Sozialunternehmen aufbauen und führen durfte. „Meine“ Führungskräfte und Mitarbeitende haben sich von den Ideen und besonderen Konzepten begeistern lassen und sie sich zu Eigen gemacht. Die Erfolge der CBT sind damit auch ihre Erfolge.

Großen Dank schulde ich den Organen der CBT, der Gesellschafterversammlung und dem Verwaltungsrat, deren Mitglieder mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt, aber auch  die nötigen Entfaltungsmöglichkeiten geboten haben. Stellvertretend möchte ich hier für die Gesellschafter Generalvikar Prälat Norbert Feldhoff und den zu viel zu früh verstorbenen Diözesan-Caritasdirektor Dr. Ulrich Brisch sowie Theo Hellmann für den Verwaltungsrat der CBT nennen. 

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner schrieb mir zu meinem Ausscheiden als Geschäftsführer der CBT folgendes:

„Sie, lieber Herr Stoffer, haben in dieser langen Zeit die Gesellschaft geprägt und als Leitbild die „Würde des Menschen“ in der Pflege und der Begleitung zum zentralen Maßstab gemacht. Ihre Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und externen Partnern war von großem gegenseitigem Respekt und Ihren Visionen geprägt. Hierbei haben Sie die Interessen der CBT stets bestens vertreten und einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass die zurückliegenden, sehr umfangreichen und anspruchsvollen Projekte mit großem Erfolg abgewickelt werden konnten. Die CBT ist für ihre Unternehmenskultur, ihre Qualität und die vielen Innovationen bundesweit anerkannt. Dies beweisen auch die unzähligen Auszeichnungen und Preise, die sie entgegen nehmen konnten. Neben ihrer hervorragenden fachlichen Arbeit, haben Sie mit ihrer charakterlichen Haltung für die CBT Werte-Maßstäbe gesetzt.“

Zu meinem bevorstehenden Abschied haben Geschäftsleitungen und Mitarbeitende ein Gemeinschaftskunstwerk geschaffen. Mit je drei gleich großen Leinwänden gestaltete jedes CBT-Haus seine Glückwünsche individuell und kreativ. In einem handgebundenen Buch mit dem Titel Tatendrang sind die persönlichen Grüße und die Bilddeutungen gesammelt.

Im Vorwort heißt es: „Die CBT ist ein bedeutendes und mehrfach ausgezeichnetes Sozialunternehmen mit einem hervorragenden Ruf in der Fachwelt. „Kunden“ und Mitarbeitende schätzen die CBT, die Vorbild für viele Trägergesellschaften, nicht nur im katholischen Bereich, geworden ist. Ihr Geschäftsführer: Franz J. Stoffer, Diplom Volkswirt, Manager und Visionär.“

Und weiter: „Wir möchten Ihnen vor allem danken. Danken für Ihr Führen und Fordern, für Begleitung und Anleitung, für Ihre Anerkennung und Wertschätzung. Geprägt vom christlichen Menschenbild mit ihrer alt- philologischen Bildung, respektieren Sie jeden Einzelnen von uns mit Stärken und Schwächen. Ihre Führung motiviert und eröffnet die Chance zu Wachstum und Entwicklung. Ihr Innovationsgeist und ihre Experimentierfreude zeichnen Sie aus und spornen uns an. Sie sind aber nicht nur Aufbrecher und Musterbrecher. Die CBT wäre nicht das erfolgreiche Spitzenunternehmen, das sie heute ist, wenn Sie nicht auch ein exzellenter Fachmann mit Herz und großer unternehmerischer Weitsicht wären. Sie sind mehr für uns als Geschäftsführer Franz J. Stoffer, Diplom Volkswirt, Manager und Visionär: Wir danken Ihnen dafür.“

 

 

Besondere Ereignisse:

1979 Aufnahme der Geschäftstätigkeit in den Räumen des Hauses
Peter-Welter-Platz 2, Köln
1980 Übernahme der Altenheime

– An St. Georg, Köln,

– Margarethenhöhe, Bergisch Gladbach,

– St. Monika, Sankt Augustin sowie

– Zur Heiligen Familie, Düsseldorf Heerdt.

1981 Gründung eines Beirates für jedes CBT-Haus mit Akteuren und Stakeholder vor Ort, um die Häuser in die jeweiligen katholischen und evangelischen Pfarrgemeinden zu verankern.
1982 Inbetriebnahme der Wohnhäuser Villa Gauhe für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung auf Basis des erstmaligen Konzeptes der autarken Wohngruppen, Eitorf

Übernahme der Betriebsträgerschaft des Altenheims auf dem Sonnenberg der Stadt Wesseling

1983 Inbetriebnahme der  Wohnhauses St. Franziskus, Langenfeld

Inbetriebnahme des  Wohnhauses St. Elisabeth, Eitorf

1984 Inbetriebnahme des  Wohnhauses Peter Hofer, Monheim-Baumberg

Inbetriebnahme des  Wohnhauses St. Lucia, Wesseling

1985 Inbetriebnahme des  Wohnhauses Peter Landwehr, Bergisch-Gladbach-Paffrath 
1986 Übernahme der Betriebsträgerschaft des Altenheims Kloster zum Heiligen Geist, Waldbröl

Übernahme der Betriebsträgerschaft des Altenheims Katharinenstift, Remscheid Lennep

Übernahme des Altenwohnheims St. Hedwig, Remscheid Lennep

Fertigstellung des Totalumbaus nach fünfjähriger Bauzeit in vier Bauabschnitten des Wohnhauses St. Monika, Sankt Augustin

1987 Fertigstellung Umbau sowie Modernisierung und Inbetriebnahme des Wohnhauses Margarethenhöhe, Bergisch Gladbach
1988 Tod von Diözesan-Caritasdirektor Doktor Ulrich Brisch, dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates, auf dessen Initiative die CBT gegründet wurde.

Inbetriebnahme des Wohnhauses St. Johannes, Erkrath

1989 Erwerb und Übernahme des Wohnstiftes Haus Upladin in Leverkusen- Opladen von ARO e.V. und Umstrukturierung zu einer innovativen und wirtschaftlich tragfähigen Einrichtung.

Inbetriebnahme der Wohnhäuser

– Emmaus, Bonn-Bad Godesberg- Plittersdorf

 – St. Markusstift, Bonn-Bad Godesberg

– Edith Stein, Wuppertal Barmen

1990 Inbetriebnahme des  Wohnhauses St. Michael, Waldbröl

1. Wallfahrt für Bewohner und Mitarbeitende nach Neviges

1991 Erstmaliger und öffentlicher Nachweis von mir, dass die geltenden Personalschlüssel eine tägliche personelle Unterbesetzung von ca. 30% bedeuten.

Inbetriebnahme der Altenwohnungen Anemone, Wuppertal-Barmen.

Inbetriebnahme von zwei Reihenhäusern als Außenwohngruppe der Villa Gauhe, Eitorf

1992 Einführung des CBT-Logos als ein Signet, das für die Ziele und Visionen des Unternehmens in ein Bild umsetzt. In dem letzten Buchstaben erkennt man einen Menschen und ein Kreuz,  das Bewusstsein, in dem die tägliche Arbeit gestaltet werden soll: den Menschen im Zeichen des Kreuzes christlich, begleiten und tragen.

Kauf des Mutter-Kind-Kurhauses Haus Leuchtfeuer, Borkum
und Umwandlung in die Mutter- Kind-Klinik Haus am Meer

1993 Das Begleitungskonzept wird als verbindliches Pflege- und Betreuungskonzept in Kraft gesetzt ebenso das Konzept
„In Geborgenheit Leben und Sterben“ zur Begleitung sterbender Bewohner mit den Elementen der Abschieds- und Trauerkultur.100. Heimleiterkonferenz  als wichtiges Managementinstrument.
1994 Erster Tag der Ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Implementierung des Konzeptes Ehrenamt – Ehrensache. Es beschreibt die Rahmenbedingungen für die Begleitung und Förderung der ehrenamtlichen Mitarbeitenden sowie die Regelung für die Zusammenarbeit.

Pater Schäfer nimmt als pastoraler und spiritueller Begleiter aller Mitarbeitenden seinen Dienst auf.

Die Strategie Mobilisierung aller Kräfte verfolgt das Ziel der Schaffung eines innovationsfreundlichen Klimas und soll Akzente in der Kunden- und Mitarbeiterorientierung, der Qualität sowie der Organisationsstrukturen setzen. 

Erwerb des „MHD“-Hauses in der Leonhard-Tietz-Straße als neue Geschäftsstelle der CBT.

Inbetriebnahme der Altenwohnungen beim Peter Landwehr Haus in Bergisch-Gladbach-Paffrath, die im Bauherrenmodell verwirklicht wurden.

1995 Veröffentlichung des Buches Sozialmanagement 2000. 

Durchführung der ersten Kurmaßnahmen im Haus am Meer, Borkum. 

Fertigstellung Umbau sowie Modernisierung und Inbetriebnahme des Wohnhauses Zur Heiligen Familie, Düsseldorf-Heerdt

1996 Inbetriebnahme der Wohnungen mit Service Margerite,
Wuppertal Barmen
1997 Inbetriebnahme Wohnen mit Service, St. Lucia, Wesseling

Inbetriebnahme von Altenwohnungen am St. Markusstift,
Bonn-Bad-Godesberg

Übernahme und Umbau von Haus Viktoria als Erweiterung für die Mutter-Kind-Klinik, Borkum

Fertigstellung des Abriss, Neubaus und Inbetriebnahme des Wohnhauses An St. Georg, Köln

Verleihung des Kölner Elisabeth Preises an die Wohnhäuser
Villa Gauhe, Eitorf für das Projekt Wanderung gegen das Vergessen.

1998 Die Aktion Frischer Wind zur Innovation und Weiterentwicklung des Unternehmens

Einführung der Flexibilisierung der Arbeitszeit. Kern des Projektes ist die Übertragung der Dienstplanung auf die Mitarbeiter, die sich in kleinen Teams selbst organisieren und hierbei die Möglichkeit eines Jahreszeitkontos nutzen können.

1999 Als erstes Sozialunternehmen in Deutschland erhält die CBT
von der EKD das Siegel Arbeit plus für Ihre vorbildliche Mitarbeiterorientierung und Unternehmenskultur.Als erster Träger in Deutschland führt die CBT einen neuen kundenorientierten Heimvertrag ein. Dieser Vertrag mit der Option, Regelleistungen abwählen zu können, stärkt die Rechte und die Selbstbestimmung der Bewohner, erkennt die Partizipation der Angehörigen an und schafft völlige Transparenz der Leistungen und Kosten.10. Sternwallfahrt nach Neviges.
2000 Einführung der Vertrauensarbeitszeit in der Geschäftsstelle. Alle Mitarbeitenden können ihre Arbeitszeit flexibel und völlig frei bestimmen. Es gibt eine einzige Regel: in den Geschäftsbereichen muss untereinander geregelt werden, dass  jeweils ein Mitarbeiter als Ansprechpartner für die Kunden zur Verfügung steht.

Konstituierung des interdisziplinär besetzten Ethikkomitees. Im Rahmen von ethischen Fallbesprechungen wurden Handlungsempfehlungen aus der Praxis für die Praxis erarbeitet.

Einführung des Qualitäts-Handbuches als systematische Zusammenstellung von Arbeitshilfen, Standards und Erläuterungen von Unternehmensentscheidungen.

Inbetriebnahme der Altenwohnungen Wohnen mit Service, Waldbröl.

Inbetriebnahme des vierten Wohnhauses Lebenslanges Wohnen der Villa Gaue, Eitorf

Initiierung des Projektes Pflege ohne Gewalt

2001 Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmen – AcU -um dringend notwendige Reformen des kirchlichen Arbeits- und Tarifrechts anzustoßen.

Erwerb der Altenwohnungen Katharina-Kasper-Haus, Erkrath

Übernahme des Landhauses Gorch Fock und Grundsanierung sowie Eingliederung in die Gesamtkonzeption der Mutter-Kind-Klinik, Borkum

Initiierung des Projektes Kassandra zu Gewinnung spanischer Fachkräfte für die Pflege

Inbetriebnahme der ersten Hausgemeinschaft Gute Stube für Bewohner mit Demenz im Edith- Stein-Haus, Wuppertal-Barmen

2002 Verkauf des Wohnhauses St. Elisabeth an die St. Franziskus-Krankenhaus Eitorf GmbH

Als erstes Unternehmen im Seniorenmarkt erhält die CBT den Frankfurter Preis für herausragende Leistungen in der Gemeinschaftsverpflegung.

2003 25 Jahre CBT. Statt einer Feier erhält jeder hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter ein Geschenk von der Geschäftsführung mit 25 € Münzen.

Inbetriebnahme des Mehrgenerationenwohnhauses Miteinander Wohnen und Leben, Wipperfürth

Der Kölner Elisabeth Preis geht an das Wohnhaus St. Lucia Wesseling für das Haus- Gemeinschaftskonzept Himmelblau

Beteiligung an der Projektgesellschaft innovatives arbeiten – p,i,a.-, eine Tochtergesellschaft der AcU, um für den Dritten Weg ein neues Entgeltmodell zu erarbeiten.

2004 Bundespräsident Johannes Rau beruft mich zum Kurator des Kuratoriums Deutsche Altershilfe

Inbetriebnahme des ersten Quartierskonzeptes  Miteinander wohnen und leben in Wipperfürth

Einführung der WOGE – Wohlbefinden und Gesundheit – als Gesundheitskonzept der CBT

2005 Die CBT gehört im bundesweiten Wettbewerb Deutschlands beste Arbeitgeber zu den 50 besten Arbeitgebern. Die Auszeichnung steht für ein glaubwürdiges Management, das fair und respektvoll mit den Mitarbeitern umgeht, eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen und einen starken Teamgeist.

Das im Unternehmen erarbeitete Handbuch Christliche Begriffe erklärt soll mit der Erläuterung christlicher Begriffe, Feste und Bräuche Orientierung in konkreten Situationen ermöglichen und allen Mitarbeitenden die Mitgestaltung christlichen Leben zu erleichtern.

Das Pflege-Controlling wird als neues Steuerungsinstrument verbindlich eingeführt.

100. Sitzung des Verwaltungsrates

Initiierung des Projektes 1 Stunde gegen die Arbeitslosigkeit, um mit einem freiwilligen Solidarbeitrag aller Mitarbeitenden neue Stellen zu schaffen.

Mitbegründung des Netzwerkes SONG – Soziales neu gestalten.

Die Perspektiven 2005-2020 beschreiben die langfristige Unternehmensstrategie.

2006 Kompaktkurse für Ehrenamtliche zum Thema Demenz

Ausstrahlung des Filmbeitrages „Das System, das Geld und die Würde“ in der Sendereihe „Die Aufbrechen“ über meine Arbeit
im ZDF Info-Kanal

Schaffung von zwei innovativen WG’s für Senioren in St. Lucia, Wesseling

2007 Inbetriebnahme Des Mehrgenerationenwohnhauses Pontivystraße, Wesseling

Erste „OASE“ für Menschen mit Demenz in der letzten Lebensphase innerhalb der Hausgemeinschaft Himmelblau in St. Lucia, Wesseling

2008 Inbetriebnahme der Hausgemeinschaften Katharinenstift, Remscheid Lennep nach Totalumbau ohne zentrale Versorgungsstrukturen wie Küche, Wäscherei oder Rezeption
2009 Der Altenheim-Zukunftspreis 2009 geht an das Wohnhaus Emmaus für das integrierte Hospiz

In jedem CBT-Haus gibt es verantwortliche Mitarbeitende für Seelsorge sowie Gesundheit

2010 Initiierung des Moratoriums Pflegenoten gemeinsam mit Professor Dr. Thomas Klie. Das Moratorium wendet sich gegen eine vorschnelle Überarbeitung und notdürftige Reparatur des Prüf- und Transparenzverfahrens, das vor allem aufgrund seiner Bewertungs- Systematik seit Einführung in der Kritik steht.
2011 Alle CBT-Wohnhäuser erhalten den „Grünen Haken“ als Qualitätssiegel für Lebensqualität und Verbraucherfreundlichkeit. Verliehen wird das Siegel von der BIVA – Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung.

Die neuen CBT-Verträge spiegeln die spezielle Unternehmensphilosophie wider mit den Grundanliegen Wohnen, Normalität, Teilhabe und Deinstitutionalisierung, mit der Vorgabe individuell, flexibel und verbraucherfreundlich, mit der Option Abwahl von Regelleistungen und Beteiligung von Angehörigen sowie der Technik einer modulen Vertragsgestaltung, die den differenzierten Angeboten und Dienstleistungen des Unternehmens Rechnung trägt.

Der 100. Kompaktkurs „Begleitung von Menschen mit Demenz“ findet statt. Fast 1500 CBT-Mtarbeitende haben in den vergangenen Jahren den mehrtägigen Kurs absolviert, Informationen zum Krankheitsbild Demenz bearbeitet und einen wertschätzenden und annehmenden Umgang mit demenzkranken Menschen erlernt.

Das Gesundheitsmanagement WOGE – Wohlbefinden und Gesundheit – wird mit dem BGW-Gesundheitspreis 2011 ausgezeichnet.

Am 30.September bin ich altersbedingt als Geschäftsführer der CBT ausgeschieden.