Innovative Sozialunternehmen

Ganz aktuell ist von den Herausgebern Berthold Becher und Ingrid Hastedt das Buch „Innovative Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft – Herausforderungen und Gestaltungserfordernisse“ veröffentlicht worden
und wie folgt beworben:

„Unternehmen  in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft, die  auch angesichts der Entwicklung ihrer Rahmenbedingungen nachhaltig erfolgreich sein wollen, müssen sich auf neue Art mit „Innovation“  auseinandersetzen. Dieser Band zeigt die Gründe hierfür auf und informiert handlungsrelevant über die von den Unternehmen zu schaffenden strategischen, organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen zur Steigerung der Innovationsfähigkeit und der Innovationskraft.  Ergänzend verdeutlichen Praxisberichte, wie vielfältig die Absatzpunkte für Innovationen geworden sind und welche Erfahrungen mit Umsetzungsprozessen Unternehmen machen konnten.“

Auch ich habe zu diesem Publikationsprojekt eine Expertise eingebracht:

„Von der Vision zur Innovation – Entwicklung und Implementation
eines neuen Leistungskonzeptes für eine Senioreneinrichtung“. 

In meinem Beitrag habe ich die Umwandlung eines herkömmlichen Pflegeheims in ein Wohnhaus mit sechs autarken Hausgemeinschaften  beschrieben.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich von diesen Buchbeiträgen
und meinem Innovationsprojekt inspirieren lassen könnten.

Fachkräftemangel – Gibt es gute Strategien?

In meinem Beitrag vom 18. Mai 2018  „Fachkräftemangel in der Pflege!
Gibt es gute Strategien?“  habe ich zu dieser Thematik ein Thesenpapier veröffentlicht, das Sie hier noch einmal nachlesen können:

Link zu meinem Thesenpapier

Beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit am 6. Juni 2018 in Berlin gab es zu diesem Thema eine Experten-Diskussion.
Eine Zusammenfassung dieser Diskussion ist in der KDA-Zeitschrift
Pro Alter 03/ 2018 veröffentlicht:

Link der Diskussionsergebnisse

Auch die Bertelsmann-Stiftung hat das Thema Fachkräftemangel
aufgegriffen und hierzu das Papier „Strategien gegen den Fachkräftemangel in der Altenpflege – Probleme und Herausforderungen“ veröffentlicht.

Diese gesamte Veröffentlichung finden Sie unter diesem Link

Personalmangel verhindert Einzug

Mehr als jedes fünfte Pflegeheim hat in den vergangenen drei Monaten pflegebedürftige Menschen ablehnen müssen. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Studie „Pflegethermometer“ des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung -DIP – mit Sitz in Köln hervor.

Den Personalmangel nannten die DIP-Experten bei der Vorstellung der Studie als Hauptursache für diese Entwicklung. „Die Personalengpässe führen zu Wartelisten und zu Absagen bei Betreuungsanfragen in den Einrichtungen“, sagte Prof. Michael Isfort, Leiter der Studie. Aktuell sind der Studie zufolge rund 17.000 Stellen im Pflegebereich der stationären Einrichtungen nicht besetzt. Um diese zu decken, würden 25.000 zusätzliche Pflegekräfte in Voll- beziehungsweise Teilzeit benötigt, so Isfort.

Die im Rahmen der Studie befragten Leitungskräfte hätten zudem steigende Belastungen für ihre Mitarbeiter beobachtet, so Isfort. Im Gegensatz zum Vorjahr hätte es mehr Krankheitsausfälle gegeben. Auch müssten die Beschäftigten öfter für Kollegen einspringen.

Für die Studie „Pflegethermometer 2018“ waren im Herbst 2017 mehr als 13.000 Pflegeheime in Deutschland angeschrieben und um Mitarbeit gebeten worden. Rund 1.000 Fragebögen waren beantwortet worden.

Link zur Studie

Neue Wohnformen für Pflegebedürftige

Der GKV-Spitzenverband als zentrale Interessenvertretung
der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland
hat ein Modellprogramm „Weiterentwicklung neuer Wohnformen
nach § 45 f SGB XI aufgelegt.

In § 45 f heisst es in Absatz 1:

„Zur wissenschaftlich gestützten Weiterentwicklung und Förderung neuer Wohnformen werden zusätzlich 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dabei sind insbesondere solche Konzepte einzubeziehen, die es alternativ zu stationären Einrichtungen ermöglichen, außerhalb der vollstationären Betreuung bewohnerorientiert individuelle Versorgung anzubieten.“

Ziel des Modellprogramms ist demnach, Modelle guter Praxis zu
neuen Wohnformen für Pflegebedürftige zu entwickeln,
zu erproben und zu evaluieren.
Hierfür wurden vom GKV-Spitzenverband 53 Projekte ausgewählt
und bei der Umsetzung von 2015 bis 2018 begleitet.
In der Abschlussbilanz am 8.10.2018 in Berlin wurden vom
KDA – Kuratorium Deutsche Altershilfe – als eine der wissenschaftlich begleitenden Institutionen die Ergebnisse zur Qualität
wie folgt zusammen gefasst:
  • Die Projekte entsprechen im hohen Maße den Bedürfnissen
    der  Bewohnerinnen und Bewohner.
  • Die Bewohnerinnen und Bewohner schätzen die hohe
    Versorgungssicherheit und die vielfältigen Möglichkeiten
    der Selbst- und Mitbestimmung.
  • Viele wünschen sich jedoch eine bessere soziale Einbindung.
  • Angehörige fühlen sich in vielfältiger Weise in ihrer Sorge entlastet,
    bleiben jedoch auch verantwortlich eingebunden.
  • Die geforderte Selbstverantwortung ist für viele noch ungewohnt
    und bedarf einer entlastenden Begleitung.
Auf der Homepage des GKV-Spitzenverbandes werden die
Ergebnisse der Untersuchung bis Ende des Jahres veröffentlicht.
Aktuell findet sich dort ein „Sammelband mit den Ergebnissen
zu allen geförderten Projekten“ , eine
„Zwischenveröffentlichung zur methodischen Vorgehensweise
der wissenschaftlichen Begleitung“ und verschiedene Info-Briefe.
Das KDA wird bis Frühjahr 2019 auf der Grundlage der Ergebnisse eine Arbeitshilfe erstellen.

Alternative Wohnangebote jenseits des Pflegeheims sind gefragt

Größter Wunsch älterer Menschen ist, so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Alternative Wohnangebote jenseits des Pflegeheims sind gefragt. Doch wie steht es um das Angebot altengerechter Wohn- und Betreuungsformen, welche neuen Konzepte liefern Antworten? Diese Fragen behandelt das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) in der aktuellen Ausgabe seines Fachmagazins ProAlter und zusammen mit der Bank für Sozialwirtschaft und der BFS Service GmbH auf dem Kongress „Betreutes Seniorenwohnen“ am 6. November 2018 in Frankfurt am Main.

Hierüber berichtet die Bank für Sozialwirtschaft
in: BFS-Trendinfo 10/18 Informationen für
Führungskräfte der Sozialwirtschaft

Link zum Beitrag

Neu Denken – Mutig Handeln. Das SONG-Sozialmodell der Zukunft

Das Netzwerk SONG – Soziales neu gestalten,
dessen Mitinitiator ich bin und in dem sich verschiedene Partner
der deutschen Sozialwirtschaft zusammengeschlossen haben,
beschäftigt sich bereits seit 2006 mit der Zukunft von Pflege,
Versorgung sowie Teilhabe und hat mit seinen Ansätzen
für Sozialraum- und Quartierkonzepte fürwegweisende Impulse gesorgt.
Die  Entwicklung neuer Wohnformen im Alter gehört ebenso dazu
wie die Idee eines lokalen Bürger-Profi-Technik-Mix im Wohnquartier.

Mit der Gründung eines eingetragenen Vereins 2015 hat
das Netzwerk den Grundstein für die weitere Entwicklung gelegt.

Der vom Netzwerk herausgegebene Song Newsletter informiert
regelmäßig aus dem SONG-Netzwerk, der Politik, der Sozialwirtschaft,
der Gesellschaft und Forschung.

Heute empfehle ich Ihnen aus dem aktuellen Newsletter die Lektüre
„Neu Denken-Mutig Handeln. Das SONGBOOK beschreibt das
Sozialmodell der Zukunft“. 

Mit diesem neuen Policy Paper zeigt das Netzwerk SONG die
notwendigen Weichenstellungen für den Umgang mit den
großen Zukunftsherausforderungen wie Alterung der Gesellschaft, Pflegekräfte-Mangel, steigende Ansprüche an Inklusion
und Integration auf. 

Es verdeutlicht, dass das Drehen an einzelnen Stellschrauben nicht
mehr genügt. Stattdessen ist die Bündelung und Vernetzung
sämtlicher Ressourcen und Potenziale der verschiedenen
gesellschaftlichen Akteure erforderlich. 

Mit sechs Prinzipien werden die für den notwendigen Wandel
entscheidenden Haltungen beschrieben und an Praxisbeispielen erläutert.
Ferner wird aufgezeigt, welche politischen Weichenstellungen erforderlich sind.

Hier finden Sie den Link zu diesem Papier.

Pflegenotstand im Volk der Egoisten?

„Was“, so fragt Meinhard Miegel in seinem Gastkommentar
„Pflegenotstand im Volk der Egoisten“ in der Welt
vom 30. August 2018 „hat der Pflegenotstand
mit Beamten, Behörden, mit der Regierung zu tun?
Fällt unserer Gesellschaft nichts anderes ein,
als immer noch mehr Geld und Pflegende zu fordern?
Es muss wieder die Sache der Mitmenschen werden“.

Meinhard Miegel ist zuzustimmen. Wir brauchen mehr
Mitmenschlichkeit, mehr Gemeinsinn,
wir brauchen vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung
eine Kultur der mitsorgenden Gesellschaft.

Hier geht es zum Artikel.

 

Sind ausländische Pflegekräfte nicht willkommen?

Den deutschen Altenheimen und Krankenhäusern fehlen Pflegekräfte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schlägt deshalb vor, Pfleger und Pflegerinnen aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, aus Albanien zum Beispiel oder aus dem Kosovo. Schon heute, sagt Spahn, funktioniere kein deutsches Heim mehr ohne die Hilfe von ausländischem Personal.

Diese scheinbar gelungene Integration sieht jedoch  im Heimalltag
offenbar ganz anders aus. Eine neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass die ausländischen Mitarbeitenden schlechtere Arbeitsbedingungen als einheimische Pfleger haben. Zudem berichten vor allem Pflegekräfte aus Osteuropa von ausländerfeindlichen Kommentaren seitens der Heimbewohner und ihren Angehörigen.

Hier sehe ich vor allem die Träger und Leitungen von Heimen in der Verantwortung und  in der Pflicht, für Veränderungen im Miteinander zu sorgen und eine entsprechende Unternehmenskultur zu schaffen,
die geprägt ist von Respekt und Solidarität.

Lesen Sie die Studie der Hans-Böckler-Stiftung, deren Ergebnisse in der Süddeutschen Zeitung vom 7. August 2018 veröffentlicht wurden.

Link: https://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeitsmarkt-auslaendische-pflegekraefte-sind-nicht-willkommen-1.4083810

Wenn Sie das Thema Führung interessiert, finden Sie auf meiner Homepage unter dem Punkt „O-Töne FJS“  Aussagen zu Führung, darüberhinaus auch unter „Publikationen“ und weiter unter „Vorträge“ die Kurzfassung des Vortrages „Wertschöpfung durch Wertschätzung – Erfolgreiche Führungsinstrumente“.

Fachkräftemangel in der Pflege! Gibt es gute Strategien?

Der Mangel an Fachkräften in nahezu allen Bereichen der Pflege ist ein polarisierendes Thema. Maßnahmen zur Fachkräftesicherung können erst in der Zukunft ihre Wirksamkeit beweisen. Zwingt uns der Fachkräftemangel daher schon heute zu Alternativen? Wie wirksam sind Modelle mit einer veränderten Fachkraftquote? Was kann mit neuem Personal-Mix-Modellen erreicht werden? Oder gibt es strategische Perspektiven, die eine ganz andere Handlungsebene erfordern?

Zu diesem Thema diskutierten auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit am 6. Juni 2018 in Berlin auf Einladung des Verlages medhochzwei

von links nach rechts:

Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt, Universität zu Köln (Moderation)
Franz J. Stoffer, Geschäftsführer FJS Consulting Balance
Ingeborg German, Referatsleiterin im Sozialministerium Rheinland-Pfalz
Prof. Dr. Uwe Bettig, Rektor der Alice Salomon Hochschule Berlin

Eine Zusammenfassung meiner Thesen lesen Sie im Beitrag vom 18.5.2018.

Ein Ausschnitt der Talkrunde zum Thema Personalschlüssel finden Sie
unter folgendem Link

Pflege-Thermometer 2018 – Pflegefachkräftemangel spürbar

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln hat mit dem Pflege-Thermometer 2018 die Ergebnisse der bundesweiten repräsentativen Befragung von Leitungskräften in der teil-/vollstationären Pflege veröffentlicht. Gefördert wurde die Studie von der B. Braun-Stiftung und vom Pflegelotsen des Verbands der Ersatzkassen e.V.

Aktuell sind rund 17.000 Stellen im Pflegebereich in den Einrichtungen nicht besetzt. Zur Deckung würden rund 25.000 zusätzliche Personen benötigt, da vielfach in Teilzeit gearbeitet wird. „Die Personalengpässe führen zu Wartelisten und zu Absagen bei Betreuungsanfragen in den Einrichtungen.
In mehr als jedem fünften Betrieb erfolgte aufgrund des Personalmangels in den vergangenen drei Monaten ein zeitweiliger Aufnahmestopp“, so Prof. Michael Isfort, Leiter der Studie.

Auswirkungen zeigen sich auch bei den Beschäftigten selbst. „Die Leitungskräfte beobachten gegenüber dem Vorjahr erhöhte Krankheitsausfälle und steigende Anforderungen durch Einspringen
an freien Tagen“, so Isfort weiter.

Die Forscher des DIP beschreiben auch Veränderungen bei den Bewohnern. Zwei von drei Bewohnern sind kognitiv eingeschränkt. Zieht man weitere Faktoren hinzu, wie z.B. die Verkürzung der Wohndauer und das höhere Alter der neu aufgenommenen Bewohner, so verdichtet sich das Bild, dass sich die stationären Einrichtungen zunehmend zu gerontopsychiatrischen Facheinrichtungen entwickeln, die eine würdevolle und palliative Begleitung am Lebensende absichern müssen.

Die Studie ist kostenfrei abrufbar unter:
Link