Aussagen zu Pflege/Qualität

AUSSAGEN ZU PFLEGE / QUALITÄT

„Qualität aus dem Lateinischen, bedeutet Beschaffenheit, Güte, Wert und ist die Übereinstimmung mit den gewünschten, festgelegten oder vereinbarten Anforderungen. Wo diese Anforderungen nicht erfüllt sind, liegen Qualitätsabweichungen vor. Diese Definition von Qualität als Übereinstimmung mit den Anforderungen setzt voraus, dass ein Dialog mit dem Kunden über die Anforderungen über seine Wünsche und Erwartungen stattgefunden hat und sich beide Partner geeinigt haben.“


„Ebenso weit verbreitet in der Qualitätsdiskussion ist die Ansicht, mit Standards, die im Voraus festgelegt werden, mögliche Fehler und Risiken vermeiden zu können. Standards aber können keine Rücksicht nehmen auf die Besonderheiten der beteiligten Menschen oder auf die jeweilige spezifische Situation.
Die Pflege benötigt daher eine dezentrale, flexible Arbeitsorganisation. Sie muss individuell und situativ gestaltet werden und auf die tägliche besondere Verfassung des Menschen eingehen. Starre Normierung führt dazu, dass Leistungen schematisch erbracht werden, die vielleicht gerade gar nicht nötig sind, während persönliche Wünsche oder ein aktueller Bedarf unerfüllt bleiben.
Hierzu ist aber nur der schöpferische Mitarbeiter mit Freiräumen für selbstbestimmtes und fachkompetentes   Arbeiten in der Lage.  Dies setzt Transparenz, Beteiligungs- und Gestaltungsoptionen voraus.“


„Qualität der Arbeitsbedingungen, Arbeitszufriedenheit und effiziente Organisationsformen schaffen die Voraussetzungen für eine hohe Qualität der Dienstleistung.“


 


„Pflegequalität bedeutet nicht automatisch Lebensqualität. Obwohl beide zusammen hängen, können sie nicht als gleichbedeutend betrachtet werden. Im derzeitigen Prüfsystem werden Lebensqualität und soziale Teilhabe nicht erfasst. Und hieran ändert auch eine Neuausrichtung des Systems nichts.  Die Prüfergebnisse geben keinerlei Hinweis auf das, was für hochbetagte Mensch am wichtigsten ist:
Empathie – die Indianer haben hierfür einen wunderbaren Ausdruck geprägt:“ In den Mokassins des anderen gehen“ -, es geht um Zuwendung,, Mitmenschlichkeit, Eingebettet sein in das familiäre Leben, wertgeschätzt und für andere bedeutsam zu sein.“


 


„Autonomie, Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, soziale Teilhabe, Rechtssicherheit und Respekt vor der Würde des älteren Menschen – dies sind die entscheidenden Kriterien für Lebensqualität – können durch Standardfragen und Standardantworten nicht abgebildet werden.“